Die Systemwasseraufbereitung für Heiz- und Kühlanlagen ist eine zentrale Maßnahme zur Sicherstellung eines langfristig effizienten und störungsfreien Anlagenbetriebs. Unbehandeltes Füll- und Ergänzungswasser enthält Härtebildner und gelöste Salze, die zu Kalkablagerungen, Korrosionen und Schlammbildung führen können. Kalk beeinträchtigt die Wärmeübertragung und erhöht den Energieverbrauch, während Korrosionen bzw. Schlamm Bauteile wie Wärmetauscher, Rohrleitungen und Pumpen schädigt. Die Aufbereitung erfolgt je nach Anforderung durch Enthärtung oder Entsalzung. Bei der Enthärtung werden Calcium- und Magnesiumionen mittels Ionenaustausch entfernt, wodurch die kalkbildende Härte reduziert wird. Die Entsalzung hingegen entfernt nahezu alle gelösten Salze aus dem Wasser, beispielsweise mittels Ionentausch in Mischbettharze oder Umkehrosmose. Nach der Enthärtung oder Entsalzung wird ein hochwertiger Korrosionsschutz zugegeben. Dieser stabilisiert den pH-Wert, schützt metallische Oberflächen durch Inhibitoren und verhindert die Bildung von Schlamm und Magnetit. Abschließend erfolgt eine Endanalyse, bei der unter anderem Leitfähigkeit, Härte, pH-Wert und Inhibitorkonzentration kontrolliert werden. Die Anforderungen an die Wasserqualität sind in der ÖNORM H 5195 oder auch der VDI 2035 klar geregelt. Diese Normen bilden die Grundlage für eine fachgerechte, einfache und nachhaltige Systemwasseraufbereitung.

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